Teleskope

Links zu großen Teleskopen

 

Das James Webb Space Telescope soll der Nachfolger des HST im Weltall werden und mit einem 6,5 m Spiegel hauptsächlich im Infrarotbereich beobachten. Der Start war für das Jahr 2014 geplant. Aufgrund finanzieller Probleme durch gestiegene Kosten und Kürzung des NASA Etats wird sich der Start verschieben. Frühestens im Jahr 2018 ist nun mit dem Start des Teleskops zu rechnen.

Das Gran Telescopio Canarias (GTC), auch GRANTECAN genannt, besitzt einen 10,4 m Spiegel, der aus 36 Einzelsegmenten zusammengesetzt wurde. Damit ist es das derzeit größte Einzelteleskop der Welt. Eine aktive Optik sorgt für exzellente Bilder. 

Das Large Binocular Telescope in Chile enthält zwei 8,4 m Spiegel. Es ist damit das größte Teleskop der Erde auf einer Montierung. Eines der Ziele für dieses Teleskop ist die Abbildung extrasolarer Planeten.

Die europäische Südsternwarte in Chile ( ESO ) ist mit vier 8,2 m Spiegeln das derzeit größte Observatorium der Erde. Eine aktive Optik sorgt dafür, dass die Luftunruhe weit gehend ausgeschaltet wird.

Das Keck Teleskop auf Hawaii ist mit zwei 10 m Spiegeln ebenfalls riesig. Die Spiegel sind aus Einzelsegmenten zusammengestellt. Auch dieses Teleskop enthält eine aktive Optik.

Das National Astronomical Observatory of Japan ( Subaru Teleskop ) befindet sich ebenfalls auf Hawaii. Mit seinem 8,2 m Spiegel hat es bisher ebenfalls fantastische Bilder geliefert.

Das Hubble Space Telescope hat zwar "nur" einen 2,4 m Spiegel, aber durch die fehlende Atmosphäre kann es superscharfe Bilder bis an die optischen Grenzen des Systems zur Erde funken.

Das Spitzer Space Telescope besitzt einen 85cm Spiegel und beobachtet im Infraroten Bereich (3 bis 180 µm Wellenlänge). Diese Wellenlängen könnten von der Erde aus nicht beobachtet werden.

Das Sonnenobservatorium SOHO ist eine Kooperation zwischen ESA und NASA. Es besitzt eine Vielzahl von Instrumenten zur Beobachtung der Sonne und befindet sich seit dem 2.12.1995 im All.

Das twin Solar Terrestrial Relations Observatory besteht aus zwei Komponenten, von denen eine der Erde vorauseilt und die andere der Erde folgt. Es liefert erstmals dreidimensionale Bilder der Sonne, die zu einem besseren Verständnis der solaren Physik führen sollen.

Röntgenteleskope

Röntgenstrahlen durchdringen die Erdatmosphäre kaum. Deshalb muss ein Röntgenteleskop im All stationiert werden. Die Aufnahmen dieser energiereichen Strahlung ermöglichen neue Einblicke in die Entwicklung und Entstehung des Weltalls. Da Röntgenstrahlen viele Materialien durchdringen, ist eine spezielle Konstruktion der Spiegel nötig, um die Strahlung sehr flach auftreffen zu lassen.

Gammateleskope

Gammastrahlen sind sehr energiereich und haben ein noch höheres Durchdringungsvermögen als Röntgenstrahlen. Deshalb sind die Anforderungen noch höher als an ein Röntgenteleskop. Es mussten dafür auch spezielle Detektoren entwickelt werden.

Die Satelliten Swift (Swift Gamma Ray Explorer) und FGST / GLAST (Fermi Gamma Ray Space Telescope / Gamma Ray Large Area Space Telescope) arbeiten in diesem Spektralbereich und ergänzen damit bisherige Beobachtungen.

Cherenkov-Teleskope

Um die extrem energiereiche kosmische Gammastrahlung zu detektieren reichen bisherige Sensoren nicht aus. Hier bietet sich eine andere Möglichkeit an. Diese hochenergetische Strahlung erzeugt beim Eintritt in die Erdatmosphäre einen Teilchenschauer in Verbindung mit einem Lichtblitz durch (in der Erdatmosphäre) überlichtschnelle Teilchen. Dieses Cherenkov-Licht können z.B. die Teleskope H.E.S.S. (High Energy Stereoscopic System) und MAGIC (Major Atmospheric Gamma-Ray Imaging Cherenkov Telescopes) aufnehmen.

Radioteleskope

Durch Radiowellen wurden bereits die Quasare entdeckt. Inzwischen gibt es viele Radioteleskope auf der Erde, die ein wesentliches Element der astronomischen Forschung darstellen. Einige davon können jeweils zu einem großen Teleskop zusammengeschaltet werden. Dabei ergeben sich sehr hohe Auflösungen.

 

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